Kurzantwort
Was passiert mit Local Services Ads?
Google überführt bestehende Local-Services-Ads-Kampagnen in einen spezialisierten Performance-Max-Kampagnentyp mit Pay-per-Lead-Zielen. Du bezahlst weiterhin für gültige Leads statt für Klicks. Die Anzeigen erscheinen weiterhin ausschließlich in der Google-Suche und auf Google Maps. Verwaltung, Budgets, Gebote und Lead-Bearbeitung ziehen jedoch in Google Ads um.
Unsere Einschätzung
Ein sinnvoller Schritt, aber keine reine Namensänderung
Local Services Ads gehören zu den wichtigsten Leistungen von Meltzer Media für geeignete lokale Dienstleister. Wir begrüßen, dass Google die Kampagnen in einer gemeinsamen Oberfläche bündelt. Wer Search, Maps und weitere Kampagnentypen betreut, bekommt dadurch einen klareren Arbeitsbereich.
Trotzdem sollten Unternehmen die Umstellung nicht passiv abwarten. Historische Performance-Berichte werden nicht übertragen, die Gebotslogik ändert sich und das bisherige Wochenbudget wird in ein Tagesbudget umgerechnet. Gute Vorbereitung schützt Vergleichsdaten und verhindert unnötige Überraschungen.
Zeitplan
Wann wird dein Konto umgestellt?
Erste US-Branchen
Ausgewählte Unternehmen mit Standort oder Ladenlokal, unter anderem aus Sanitär, HVAC, Elektrik, Dacharbeiten, Reinigung, Schädlingsbekämpfung und Umzug.
Weitere Werbetreibende
Die Umstellung wird auf Dienstleister ohne Ladenlokal sowie Konten mit individuellen Gebots- oder Buchungskonfigurationen ausgeweitet.
Internationale und übrige Konten
Nicht-US-Konten und alle verbleibenden Kategorien sollen in Google Ads wechseln.
Der im Profil hinterlegte Kontoadministrator soll 14 Tage vor dem Termin eine E-Mail und einen Hinweis im bisherigen Dashboard erhalten. Eine weitere Erinnerung folgt sieben Tage später.
Der wichtigste Vergleich
Was bleibt und was ändert sich?
Das bleibt
- Du bezahlst weiterhin nur für gültige Leads wie Anrufe, Nachrichten oder Buchungen.
- Die Anzeigen erscheinen weiterhin nur in Google Search und Google Maps an denselben lokalen Positionen.
- Die Ausrichtung bleibt keywordlos und basiert auf Dienstleistungskategorien, Gebieten und Einstellungen.
- Verifizierungsstatus und Google-Verified-Badge werden übertragen.
Das ändert sich
- Budget, Targeting, Anfragen und Lead-Kommunikation werden in Google Ads verwaltet.
- Das durchschnittliche Wochenbudget wird durch sieben geteilt und als durchschnittliches Tagesbudget geführt.
- Manuelle Gebote und branchenspezifische Ziel-CPA-Werte innerhalb einer Kampagne entfallen.
- Alte Performance-Berichte werden nicht in Google Ads übernommen.
Wichtigster Handlungsbedarf
Exportiere deine historischen Berichte vor dem Migrationstag
Google überträgt frühere Kampagnenberichte zu Impressionen, Leads, Kosten und Anzeigenleistung nicht in Google Ads. Nach der Umstellung ist das alte Local-Services-Ads-Dashboard nicht mehr erreichbar. Dein bisheriger Lead-Verlauf mit Kontaktdaten, Nachrichten und älteren Anrufaufzeichnungen soll dagegen im neuen Lead Manager verfügbar bleiben.
Vorbereitung
Deine Checkliste vor der Umstellung
Nutze die Vorankündigung nicht nur als Information. Halte den bisherigen Stand fest und prüfe die Daten, die Google für die neue Kampagne übernimmt.
- 1
Performance-Daten sichern
Exportiere Berichte zu Kosten, Leads, CPL, Impressionen und zeitlicher Entwicklung.
- 2
Administrator prüfen
Stelle sicher, dass die richtige Person die Migrations-E-Mails erhält und Zugang zu beiden Oberflächen hat.
- 3
Business Profile kontrollieren
Prüfe Unternehmensname, Adresse und Öffnungszeiten, da diese Angaben in Google Ads synchronisiert werden.
- 4
Kampagneneinstellungen dokumentieren
Halte Gebiete, Leistungen, Kategorien, Anzeigenplan, Fotos, Wochenbudget und bisherige Gebotsziele fest.
- 5
Branchenstruktur planen
Wenn verschiedene Leistungsbereiche eigene Ziel-CPA-Werte brauchen, plane getrennte Kampagnen statt eines gemeinsamen Zielwerts.
Nach dem Wechsel
Was du direkt in Google Ads prüfen solltest
Budget und Gebote
Vergleiche das neue Tagesbudget mit deinem früheren Wochenbudget. Der monatliche Abrechnungsrahmen basiert auf Tagesbudget mal 30,4.
Targeting
Prüfe Dienstleistungsgebiete, Anzeigenplan und Kategorien. Diese Einstellungen kannst du nach der Migration unabhängig vom Business Profile anpassen.
Lead Manager
Unter Ziele, Conversions und Leads findest du kostenpflichtige Leads, Lead-Typ, Feedback und Download-Möglichkeiten.
Performance
Beobachte Conversions, Kosten und Cost per Conversion. Google weist darauf hin, dass die Stabilisierung nach der Umstellung bis zu zwei Wochen dauern kann.
Nicht verwechseln
Pay-per-Lead Performance Max ist nicht Standard Performance Max
Die neue Kampagne trägt den Namen Performance Max, funktioniert aber weiterhin wie ein lokales Pay-per-Lead-Produkt. Sie erscheint nur in Search und Maps, nutzt keine Keywords und berechnet gültige Leads. Standard Performance Max kann dagegen über Search, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps ausspielen und wird üblicherweise pro Klick abgerechnet. Headlines, Videos und Sitelinks, die bei Standard Performance Max üblich sind, gelten laut Google nicht für den Pay-per-Lead-Kampagnentyp.
FAQ
Häufige Fragen zur Umstellung
Kann ich die neue Kampagne schon direkt in Google Ads erstellen?
Noch nicht. Google verweist für neue Local-Services-Kampagnen derzeit weiterhin auf g.co/localservices. Die direkte Erstellung in Google Ads soll später verfügbar werden.
Werden meine bisherigen Leads übertragen?
Ja. Google sagt, dass frühere Kundenkontakte, Nachrichtenverläufe und ältere Anrufaufzeichnungen in den neuen Lead Manager übertragen werden.
Werden meine bisherigen Performance-Berichte übertragen?
Nein. Sichere sie vor dem Migrationstag im bisherigen Local-Services-Ads-Dashboard.
Ändert sich die Platzierung meiner Anzeigen?
Laut Google nein. Die Anzeigen sollen weiterhin ausschließlich an den bisherigen Positionen in Search und Maps erscheinen.
Offizielle Quelle
Google-Dokumentation zur Migration
Dieser Beitrag wurde am 11. August 2026 anhand der offiziellen Google-Ads-Hilfe geprüft. Rollout-Termine, Funktionen und Anforderungen können sich ändern.
Google Ads Help: Local Services Ads wechseln zu Performance-Max-Kampagnen mit Pay-per-Lead-Zielen